Bocholt Startseite — 24 Juni 2011
24. Juni 2011 – Also, wenn es mal wieder regnet, nicht ärgern, einfach dran denken, es ist gut fürs Moor 😉

„Warum machen sich die NABU-Gruppe denn nur die ganze Arbeit im Moor? Man sieht ja kaum Erfolge, oder?“ Das fragten mich vor kurzem einige der aktiven Mithelfer der Jugend- und Kindergruppe aus Bocholt und Rhede.

Ich möchte an dieser Stelle daher in regelmäßigen Abständen einige Kurzeinformationen über Pflanzen und Tiere geben, die von unseren aktiven Pflegearbeiten im Moor profitieren.

Fangen wir heute mal mit einem typischen Moorbewohner der Wasser braucht, an: Das Torf- oder Bleichmoos

Das Torf- oder Bleichmoos, es besitzt Wasserspeicherzellen (Hyalinzellen). Durch diesen speziellen Aufbau können Torfmoose enorme Wassermengen aufnehmen. Torfmoose sind wechselfeuchte Pflanzen, die von entscheidender Bedeutung für die Entstehung von Zwischen- und Hochmooren sind. Sie sind hervorragend an die extremen Bedingungen dieser Standorte angepasst. Torfmoose reduzieren ihre Stoffwechselvorgänge in Trockenzeiten auf ein Minimum. Kommt es dann zu Niederschlägen, sind diese Pflanzen in der Lage mehr als das 30 fache ihrer Trockenmasse an Wasser zu speichern.

Das Torfmoos ist maßgeblich für die Lebensbedingungen in den Mooren verantwortlich. Da es keine Wurzeln hat, ernährt es sich von Regenwasser und den darin enthaltenen Nährstoffen, die es speichert.

Leider wird Torfmoos manchmal noch in Blumenerde zur Verbesserung der Wasserspeicherung des Bodens benutzt.

Da Moore im Kreis Borken nur noch an wenigen Standorten vorhanden sind, sollte der Torf im Moor bleiben und nicht im eigenen Garten Verwendung finden.

Wer jetzt Lust bekommen hat sich genauer über Torfmoos zu informieren, der kann das in diversen Büchern nachlesen, oder noch einfacher im Internet heraussuchen.

Wie sagt man doch so schön. „Ohne Moos nix los“.

Oder ist da was anderes mit gemeint 😉 ?

Viel Grüße

 Ihr Rolf Souilljee

 

Artikel teilen

About Author

Static Author Display Name