Artenschutz Bocholt Startseite — 08 Juni 2011

18. Juni 2011 – Die Bedeutung der Ruderalflächen

Einige sogenannte Ruderalflächen (Flächen mit standortgerechten Wildpflanzen) gibt es noch in Bocholt und Umgebung. Leider immer nur noch kleine Restflächen, meist am Rande von Bebauungsgebieten, oder im Bereich von geplanten Straßentrassen. Hier hat sich eine Flora und Fauna erhalten, die zum Teil aus sogenannten Unkräutern und Wildblumen besteht, die viele Leute zwar kennen, aber nicht zu schätzen wissen.

Unter anderen sind hier Lichtnelken, Brenneseln, Rainfarn, Kamille, Disteln, Nachtkerzen, Schafgabe und einige Gräser zu finden, hier gibt es noch Spinnen, Grashüpfer, Schmetterlinge und Käfer usw. usw. Kleine Habitate (Lebensräume) die es zu erhalten gilt.

Studiendirektor Paul Heinrichs, ein Bocholter Pflanzenkenner, hatte schon vor vielen Jahren in einem Artikel in „unser Bocholt“ mal bedauernd auf den „Tot der Wegrandpflanzen“ hingewiesen.

Der NABU möchte hier nicht den Finger erheben und klagen, wir wollen nur Ihr Augenmerk auf Teile in unsere umgebenden Natur lenken, die es verdienen mit offenen Augen betrachtet und erhalten zu werden.

Nicht nur was im eigenen Garten blüht ist schön.

Heimische, standortgerechte Wildblumen sind vielfach für Insekten und Schmetterlinge bessere Nahrungs- und Lebensräume, als noch so tolle, exotische Gartenpflanzen.Auch wenn es dem einen, oder anderen unter Ihnen nicht für wichtig erscheint, gerade Lebensräume für derzeit noch „Allerweltsarten“ müssen wir schützen und erhalten.

Ein Kleinklima, dass viele bekannte und auch viele nicht so bekannte Tier- und Pflanzenarten beheimatet gilt es zu bewahren.

Auch Sie können hier helfend mitwirken.

Teilen Sie uns bitte mit ob in Ihrer Nähe auch Ruderalflächen vorhanden sind.Per Telefon unter 02871-184916 oder einfach per e-Mail an info@nabu-borken.de

Wir dürfen uns nicht wundern, wenn immer mehr Blumen und Schmetterlinge vor unserer Haustür verschwinden, wenn wir deren Lebensräume als nutzlose Unkrautflächen betrachten, oder noch schlimmer als wilde Müllkippe verunstalten.

Helfen Sie uns Lebensräume zu erhalten.


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