Der Landwirtschaftliche Kreisverband Borken startet gerade seine Gegenmaßnahme bzgl. Flächenverbrauchs in der Landwirtschaft.

Die Landwirte werden in Kürze durch Schilder auf ihren Feldern darauf hinweisen, dass sie Landwirtschaftsschutzgebiete benötigen, in denen keine weiteren Flächen mehr für Industrie, Baugebiete sowie Straßen entnommen werden können, um ihre Existenz nicht dauerhaft für die Zukunft zu gefährden.

Ähnlich wie in unseren Naturschutzgebieten sollen in den Landwirtschaftsschutzgebieten keine Flächen einer anderweitigen Nutzung zugeführt werden.
Dies ist zunächst erst einmal eine gute Idee, um unsere heimische Kulturlandschaft vor weiteren Schäden zu bewahren.

Aber wer bewahrt unsere heimische Agrarwirtschaft vor sich selber? Ist es nicht die eigene Klientel, die bei Flächenentnahmen erst lamentiert, um den Preis hochzutreiben und anschließend die Flächen verkauft? Lesen wir regelmäßig von Zwangsenteignungen in den öffentlichen Medien aus dem Bereich der Landwirtschaft? Wohl eher nicht. Eine weitere Ausdehnung der Massennutztierhaltung – in die der WLV seine Mitglieder gerne treiben möchte – wird das bestehende Problem nur verschärfen.
Die hochsubventionierten Alibi-Agrargasanlagen sind nicht nur unsozial und verteuern künstlich die Strompreise für alle Verbraucher – sie schädigen durch ihre riesigen Energiepflanzenmonokulturen monatelang das Bild einer schönen Münsterländer Park- und Kulturlandschaft.
Profit erzielen allein die Betreiber dieser Großanlagen (im Kreis Borken: 90 bis Ende 2011) durch die fragwürdigen Subventionen dieser besonderen Art der Wertschöpfung.

Allein das Mammutprojekt unserer WLV Lobbyistenriege: eine riesige Agrargasanlage in Gescher-Velen bauen zu lassen, zeigt, dass ihnen die Gülle aus den vielen Massentierstallungen schon lange bis zum Halse steht.
Da die niederländischen Landwirte seit geraumer Zeit ihre überschüssige Gülle auch auf deutscher Seite der Grenze entsorgen dürfen, wäre doch eine „ Güllepipeline „ von West nach Ost (Velen) anzudenken.

Jede weitere künstliche Aufblähung der Tierbestände schadet den Tieren, den Menschen, der Umwelt und auch dem Landwirt selbst, weil er sich immer weiter von Dingen abhängig macht, die er nicht mehr beeinflussen kann.
Ein ganzes Brathähnchen zum Preise eines Glases Bier, da stimmt doch schon länger etwas nicht mehr, und dass liegt nicht allein am Verbraucher.Absurd wird das ganz mitlerweile nur, wenn ich nach dem Genuß eines Stück Geflügels erst überlegen muß, war das jetzt ein Beitrag zu meiner Ernährung oder gegen meine Erkältung! Medizin kaufte der Verbraucher doch bisher in der Apotheke und nicht an der Kühltheke!

Herbert Moritz
NABU Ahaus/Heek

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