Der Kreis Borken muß aufgrund gesetzlicher Bestimmungen des Landes NRW ca. 1,2 Millionen Euro für die Beseitigung toter Tiere bezahlen. Dieser Betrag ergibt sich insbesondere durch die hohe Viehdichte in den großen Masttierfabriken die weiterhin wie Pilze aus dem Boden sprießen. Der Kreis vergibt diese Aufgabe nach Ausschreibungen an private Tierkörperbeseitigungsanstalten.

Während diese Kosten in anderen Bundesländern allein durch die landwirtschaftlichen Betriebe getragen werden müssen, was auch Sinn macht, wird in NRW die Bevölkerung für diese absurde Subvention mit zur Kasse gebeten. Eingeführt wurde diese Beihilfe um aus seuchenhygenischen Gründen zu verhindern, dass es zu widerrechtlichen Beseitigungen bei den Nutztierhaltern kommt. Man wollte dadurch erreichen, dass tote Tiere nicht einfach auf dem Acker verbuddelt oder auf den Misthaufen geworfen werden.

Eine neue Landesrgierung könnte angesichts defizitärer Kassen diese Entsorgungskosten dahin zurückführen wo sie entstehen, nämlich beim Verursacher! Akzeptabel wäre es aber auch, endlich die Beihilfen an eine tiergerechte, ökologische und zukunftsorientierte Haltung in einer veänderten Umwelt anzupassen.

Herbert Moritz
Nabu Ortsgruppe Ahaus

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