Gronau Projektgebiete Startseite — 04 August 2012
Pläne sind vom 3. September bis zum 4. Oktober im Kreishaus in Borken und im Gronauer Rathaus einsehbar
Die NABU-Gruppe beim Einsatz im "Rüenberger Venn“

Die NABU-Gruppe beim Einsatz im „Rüenberger Venn“

Die Bezirksregierung Münster will nach einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung Borken das FFH-Gebiet „Rüenberger Venn“ ganz im Norden von Gronau unter Naturschutz stellen. Ein rund fünf Hektar großer Teilbereich ist bereits seit 1956 Naturschutzgebiet. Jetzt soll die Fläche auf 64 Hektar wachsen. Die genauen Pläne liegen vom 3. September bis zum 4. Oktober im Kreishaus in Borken und im Gronauer Rathaus aus. Anregungen und Bedenken können Eigentümer und sonstige Berechtigte allerdings nur bei der Kreisverwaltung in Borken vorbringen.

Das Rüenberger Venn liegt im „Dreiländereck“ zwischen Nordrhein-Westfalen, Niedersachsen und den Niederlanden. Bisher gehörte lediglich ein kleiner Hochmoorrest zum Naturschutzgebiet. Neu hinzu kommen jetzt Waldbereiche sowie Grünland- und Ackerflächen. Sie sollen in Zukunft möglichst extensiv bewirtschaftet werden. Dafür ist es unter anderem geplant, Acker in Grünland umzuwandeln. Ein erheblicher Anteil der Flächen, die jetzt hinzukommen, gehört der Stadt Gronau oder dem Land NRW.

Als Natura 2000- und FFH-Gebiet ist das Rüenberger Venn Teil eines europäischen Netzwerkes von Schutzgebieten. Die im südlichen Bereich gelegenen Feucht- und Magergrünlandflächen sind ein wichtiger Lebensraum für Wiesen- und Watvögel. Zum Gebiet gehören außerdem Feuchtheiden, Hochmoorreste und Bruchwälder.

Der Verordnungsentwurf mit den dazugehörigen Karten liegt vom 3. September bis zum 4. Oktober 2012 beim Kreis Borken, Fachbereich Natur und Umwelt, Untere Landschaftsbehörde, Zimmer 1430, Etage 4D, zur Einsicht aus. Interessierte können die Unterlagen montags bis mittwochs von 8 bis 12.30 Uhr sowie von 14.30 bis 16 Uhr, donnerstags von 8 bis 18 Uhr und freitags von 8 bis 12.30 Uhr einsehen.
Zum Thema: FFH-Gebiete

Das Kürzel FFH kennzeichnet Gebiete, die nach der gleichnamigen Naturschutz-Richtlinie der Europäischen Union als schützenswert eingestuft werden. Ziel ist es Fauna, Flora und Habitat zu sichern, das heißt wildlebende Tiere und Pflanzen sowie deren natürliche Lebensräume zu schützen. Weiteres Ziel ist es, die europaweite Vernetzung dieser Lebensräume zu sichern und zu schützen. Das bedeutet: Das Netzwerk soll so dicht sein, dass Tiere von einem Gebiet ins andere wandern können und sich seltene Arten wieder weiter ausbreiten.

Quelle: http://www.presse-service.de/data.cfm/static/832626.html?CFID=12471715&CFTOKEN=75838495

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