Naturschützer entfernten das für Weidevieh, in diesem Fall für die Heckrinder in den Burloer Vennwiesen, giftige Jakobskreuzkraut (JKK).

Am Samstag den 18. August machten sich aktive Naturschützer der NABU Gruppe Burlo, mit tatkräftiger Unterstützung weiterer Helfer der NABU Gruppe Bocholt und der NABU Gruppe Rhede, daran, das in den vor einigen Jahren renaturierten und nun extensiv genutzten Vennwiesen munter und reichlich sprießende jedoch giftige Jakobskreuzkraut zu entfernen.
Mit seinen gelblich leuchtenden Blüten erfreut es die Spaziergänger, doch kaum jemand weiß, welche Gefahr in dieser Pflanze steckt. Das Jakobskreuzkraut wird von Weideviehhaltern nicht gerne gesehen, eher gefürchtet, da alle Teile der Pflanze hochleberschädigendes Gift in sich bergen.

Die Blätter des Jakobskreuzkraut ähneln, vor allem im Frühstadium, sehr den Rucola Salatblättern, dadurch kann die Pflanze zwar schnell und einfach bestimmt  – aber leider auch verwechselt werden. Das Gift führt bei Weidetieren zu einer Schädigung der Leber, das Krankheitsbild verläuft danach meist tödlich.

Mit zwölf beherzt zupackenden Naturfreunden hatte man in ca. 2 ½ Stunden die Trecker-Karre des Heckrinderbesitzers Ludger Finke voll beladen. Die Pflanzen waren zwar ohne Blüten, aber an Ihren roten Stängeln noch gut zu erkennen. Das Jakobskreuzkraut vermehrt sich ähnlich wie die allseits bekannte Pflanze, der Löwenzahn, durch Flugsamen und das sehr reichlich, wo eine Pflanze gestanden hat, stehen im nächsten Jahr zehn.

Trotz der momentanen Trockenheit war der Wiesengrund noch sehr feucht, so ließen sich die Pflanzen doch relativ leicht entfernen.

Eigentlich war es schon reichlich spät für diese Aktion, da die Blüten teilweise schon verblüht „und spinnwebig, also bereit zum Vermehrungsflug durch Wind“ waren. Die Naturschützer waren sich darin einig, dass im nächsten Jahr wohl eine weitere Aktion gestartet werden muss.

August Sühling
(NABU-Ortsgruppe Borken-Burlo)

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