Zeitenwandel an heimischen Tümpeln und Gewässern

Während ab September die Jäger wieder auf ihre Entenjagd gehen – hier überwiegent Stockenten, es gibt sie immer und fast überall – so scheint es doch in diesem Jahr nicht so gut auszusehen.

Nilgänse am Gewässer- Foto: NABU/Tom Dove

Nilgänse am Gewässer- Foto: NABU/Tom Dove

Morgens und abends fliegen die Enten herum und fallen auf einem Teich, Graben oder auf einem Acker ein, auf dem noch Reste von der Getreideernte liegen. Ihr Flügelschlag macht sirrende Geräusche und man hört sie oft bevor man sie wirklich Landen oder Wassern sieht.

In diesem Jahr sieht es vermutlich in vielen Landesteilen Deutschlands nicht so gut aus, sie lassen sich nur vereinzelt blicken. Jäger haben einen Verdacht und vermuten, das es auch mit der plötzlich Zunahme der Nilgänse zu tun hat.

Die aus Afrika stammende Nilganz hat sich, ausgehend vor allem von Gefangenschaftsflüchtlingen, in Deutschland zügig ausgebreitet. In Deutschland vermutet man zurzeit mindestens 8.000 Brutpaare. Wahrscheinlich sind es mehr und weiterhin eine expansive Ausbreitung.

Wie ich selber schon in allen drei Ortsnahen Heeker Naturschutzgebieten „Dinkelniederung“, „Dinkelwiesen“ und in der „Dinkeltalung“, sowie auch kreisweit beobachten konnte, scheinen hier wirklich die Nilgänse die Herschaft übernommen zu haben. Zweifellos ein schönes Tier, bunt und etwa dreimal so groß wie eine Stockente. Die Geschwindigkeit ihrer plötzlichen Verbreitung versetzt einen ins Staunen.

Jäger sagen das dort wo Nilgänse brüten, Stockentenküken kaum eine Chance haben. Bleibt für den Naturfreund zu beobachten wie sich die Bestände beider Arten in Zukunft entwickeln werden.

Daten zur Nilgans:
Kopf-Rumpf-Länge:58 – 73     cm
Gewicht: 1,5 bis 2,5 kg
Flügelspannweite: 135 bis 155 cm

Herbert Moritz
Für den NABU Heek und den Kreis Borken

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