Jagd Öffentlichkeitsarbeit — 08 Januar 2013

Eine sehr persönliche Bilanz von Margret Bunzel-Drüke.

Wilde Tiere und Pflanzen werden von allen Seiten bedrängt, und Naturschützer hetzen wie die Feuerwehr von einer Krisenstelle zur nächsten. Um überhaupt etwas zu erreichen, müssen sie ihre Kräfte auf wesentliche Punkte konzentrieren. Die Jagd gilt in unseren Kreisen vielfach als „Nebenkriegsschauplatz“.
Stimmt diese Einschätzung eigentlich?

Hochsitz an einem Naturschutzgebiet (NSG). Foto: NABU/J. Einstein

Hochsitz an einem Naturschutzgebiet (NSG). Foto: NABU/J. Einstein

Eine Zeitlang war ich davon überzeugt, dass ich meinen Frieden mit der Jagd gemacht hätte. Zwar war ich mit vielem nicht einverstanden, aber die häufi ge Wiederholung des Spruches, Jagd und Naturschutz hätten doch eigentlich die gleichen Interessen, war irgendwie in mein Denken eingesickert. Der Spruch ist zwar nicht falsch, aber er trifft nicht den Kern des Problems. Oder, wenn man so will, er ist der Kern des Problems.

Jagd und Naturschutz sind in Deutschland ungleiche Geschwister. Die Jagd hat eine uralte Tradition, sie wird oft von gesellschaftlich anerkannten Personen ausgeübt, ist mit dem Grundbesitz verbunden. Naturschutz scheint dagegen neumodisch, eine Romanze von Städtern, die den Ruf der Wildnis verspüren, ohne darin verwurzelt zu sein. Jäger handeln, während Naturschützer reden – dies suggeriert der Spruch „Jagd ist angewandter Naturschutz“, der eine Zeitlang als Aufkleber vorwiegend dunkelgrüne Geländewagen schmückte. Zwischen Jagd und Naturschutz besteht eine tiefe Kluft und eine Konkurrenz. Dennoch sind ihre Ursprünge nahezu gleich.

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Quelle: ABU info 33-35 (2012) der
ABU ׀ Arbeitsgemeinschaft Biologischer Umweltschutz im Kreis Soest e.V ׀ Biologische Station Soest.

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