Aufgrund des wochenlangen starken und kühlen Windes, sowie der großen Trockenheit war es bisher für die großen Laichwanderungen der Tiere noch zu kalt. Erst Ende kommender Woche ist vor allem im Westen mit verbesserten Wanderbedingungen zu rechnen. Wegen der fortgeschrittenen Jahreszeit dürfte es dann aber bei den Erdkröten, wenn Temperaturen und etwas Feuchtigkeit vorhanden sind, ganz schnell zu den bekannten Massenwanderungen kommen. Wie hier in Heek sind bereits Vielerorts so genannte Krötenfang- Zäune installiert worden. Diese kleinen Bauwerke sind immer dann notwendig, wenn ehemalige Lebensräume/Biotope der Tiere durch Straßen durschnitten wurden.

Aus den Auffangeimern hinter den Fangzäunen werden die Kröten, Frösche und andere Amphibien dann von ehrenamtlichen Helfern geborgen, und auf die andere Straßenseite verbracht von wo sie dann direkt in ihre Laichgewässer krabbeln. Besonders übel sehen dieses Jahr wieder die Lebensräume der Amphibien in den Gräben und Vorflutern aus. Haben doch die Wochenlangen Fäkalienduschen mit Gülle aus unserer Intensivtierhaltung diese ehemaligen Lebensräume der Wildenten, Frösche und anderen Wasserlebewesen mittlerweile völlig unbrauchbar gemacht.

Im Namen des NABU Kreis Borken bedanke ich mich bei all den vielen Ungenannten Freiwilligen und Unternehmern, die sich hier engagieren. Ohne die vielen Helfer wären die Restbestände dieser Tierarten den Autoreifen unseres Individualverkehres hilflos ausgeliefert.

 

Herbert Moritz

für den NABU im Nordkreis

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