Wo wächst noch die Schwanenblume? Der NABU bittet alle Naturfreunde, während der Sommerferien auf diese schöne Art unserer Gewässer zu achten und Fundorte mit genauer Lage und ungefährer Größe des Bestandes zu melden unter schwanenblume@NABU-Station.de oder 02501/9719433.

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Blütenstand der Schwanenblume (Butomus umbellatus). Foto: Dr. Thomas Hövelmann

 

„Auf diese Art und Weise können wir uns einen Überblick über die Verbreitung dieser gefährdete Pflanzenart machen“, so Dr. Thomas Hövelmann von der NABU-Naturschutzstation Münsterland. Der Biologe sammelt die Fundangaben und bereitet sie für die Rote Liste der gefährdeten Arten in NRW und für die Umweltdaten der Stadt Münster auf. Durch eigene Untersuchungen werden die Daten ergänzt, um regelmäßige Kontrollen zu ermöglichen. „Diese Kenntnisse helfen uns, gezielt Schutzmaßnahmen ergreifen zu können„, so Hövelmann weiter, „und für diese stolze Schönheit machen wir das auch gerne.“

Die Schwanenblume ist eine der schönsten heimischen Wildpflanzen. Als typische Sumpfpflanze wächst sie vor allem am Ufer von Seen und kleine Flüssen. Im Sommer bildet sie einen nach Honig duftenden Blütenstand mit bis zu 30 Blüten je Dolde aus. Auch ihre Laubblätter sind aufgrund ihrer Größe nicht zu übersehen: sie können bis zu 150 cm lang werden, sind sehr schmal und im Querschnitt dreieckig.

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Als typische Sumpfpflanze wächst die Schwanenblume (Butomus umbellatus) vor allem am Ufer von Seen und kleine Flüssen. Foto: Dr. Thomas Hövelmann

 

In vielen Teilen Mitteleuropas ist sie leider selten geworden. Vor allem der Ausbau unserer großen Bäche und kleinen Flüssen zu geraden Vorflutern mit starker Strömung und steilen Ufern hat ihr zugesetzt. Im Münsterland hat die Schwanenblume einen Rückzugsort gefunden, an dem sie noch in großer Zahl wachsen kann, so zum Beispiel am Aasee in Münster oder am Emmerbach in der Davert.

Die Fundangaben können aber auch direkt eingegeben werden: www.florenkartierung-nrw.de, Nach einer einmaligen Registrierung können unter „Neue Erfassungen“ die Funde lagerichtig mit Bestandsgröße in die Datenbank eingegeben werden.

Christian Giese
für den NABU im Kreis Borken

 

Fotos: Dr. Thomas Hövelmann

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