Gemeinsam mit insgesamt 12 Vertretern sprachen die Bürgerinitiativen gegen Kiesabbau am Abend des 9. April 2014 mit Umweltminister Johannes Remmel (Bündnis 90/Die Grünen). Die Bürgerinitiativen Dinxperwick, Eden und Isselburg21 waren mit Werner Brand, Klaus Awater, Heinz van Laack und Michael Kempkes (NABU Isselburg) ebenfalls vertreten.

Buergerinitiativen-gegen-Kiesabbau-bei-Remmelt

Der Austausch im Düsseldorfer Landtag erfolgte vor allem vor dem Hintergrund des neu auzustellenden Landesentwicklungsplanes, und auch der NABU-Landesverband war mit seinem Vorsitzenden Josef Tumbrinck vertreten. Die Bürgerinitiativen forderten vom Umweltminister und drei weiteren grünen Landtagsabgeordneten unter anderem einen deutlich restriktiveren Umgang mit dem Sand- und Kiesabbau, damit endlich der Flächenverbrauch stärker eingedämmt wird. Die Bürgerinitiativen forderten zudem mehr Grund- und Trinkwasserschutz und eindeutige gesetzliche Vorgaben zur späteren Nutzung der Baggerlöcher (Rekultivierung, Renaturierung).

Die dem Heimat- und Naturschutz verpflichteten Bürgerinitiativen brachten außerdem ihre Erwartungen an die Politiker über, dass zukünftig mehr Recyclingmaterial verarbeitet werden muss, damit die knapper werdenden, endlichen Ressourcen dauerhaft geschont werden können, sodass spätere Generationen keine völlig geplünderte Landschaft hinterlassen wird.

Nach den Vorstellungen des Umweltministers wird es im kommenden Sommer einen weiteren Austausch mit den Vertretern der Bürgerinitiativen und des NABU geben, bevor im Herbst konkreter an der Verabschiedung des Landesentwicklungsplanes gearbeitet wird. Der NABU und die Bürgerinitiativen begrüßten dies, bekräftigten allerdings auch ihre Absicht, mit den anderen im Landtag vertretenden Parteien zu sprechen.

Michael Kempkes
Isselburg

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