Landwirtschaft — 07 Januar 2015

H5N8, so heißt das Vogelgrippe-Virus, das gegenwärtig Schlagzeilen macht. Das Friedrich-Löffler-Institut (FLI) geht wieder einmal seinem Lügenritual nach: Ziehende Wasservögel hätten H5N8 von Südkorea in die EU gebracht. Reiner Quatsch.

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Blicken wir lieber auf eine südenglische Entenfarm: Sie unterhält Handelsbeziehungen zu südkoreanischen Entenfarmen im H5N8-Gebiet und bekam H5N8 auf die eigene Farm. Ein Tochterbetrieb von ihr liegt in Ostdeutschland, und ausgerechnet auf dem Weg dorthin wurde H5N8 auf einem niederländischen und einem ostdeutschen Betrieb gefunden. Wie unglaublich unhygienisch Geflügeltransporte verlaufen können, darüber hat ein deutscher Putenverlader aus dem Nähkästchen geplaudert: Mit Overall über der Straßenkleidung werden schlachtreife Puten erst in Käfige und dann auf den LKW verladen, ein Mastbetrieb nach dem anderen wird abgeklappert, nirgendwo hygienische Maßnahmen, Transportstrecke bis einige hundert Kilometer lang. Aber das FLI schweigt und starrt weiterhin nur auf rastende Wasservögel. Ob dieses industriefreundliche, nur scheinbar stümperhafte Verhalten wieder mit Forschungsmillionen belohnt wird wie vor einigen Jahren bei H5N1 bleibt ab zu warten.

Quelle: Heft 4/2014, Magazin Verein Provieh (Verein gegen tierquälerische Massentierhaltung e.V.)

Herbert Moritz, Mitglied bei Provieh,
für den NABU im Kreis Borken.

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