Allgemein Bocholt Landwirtschaft Presse — 28 August 2016

Der NABU hatte vor einigen Wochen eine Stellungnahme zum Thema Hochwasser veröffentlicht und daraus resultierend kamen einige Leserbriefe, die den NABU Borken und dessen Vorsitzenden Herrn Souilljee stark kritisierten, weil der NABU hinterfragt hatte, wie viele Schadstoffe z.B. aus den überflutenden landwirtschaftlichen Flächen denn in den Aasee gelangt sind.

Kurze Zeit später veröffentlichten die Gelsenwerke, dass im Bereich des Halterner Wasserwerkes Kohlefilter eingesetzt werden mussten, da hochwasserbedingt abgeschwemmte Schadstoffe aus der Landwirtschaft ins Einzugsgebiet des Trinkwasserbereiches gelangt sind.

Sehr Merkwürdig, dass das nur in Haltern passiert sein soll, oder?

Jetzt taucht im Artikel zur Gewässergüte (Wie gut ist das Aasee-Wasser) schon wieder unterschwellig auf, dass Wildgänse die Ursache für die Gewässerverschmutzung im Aasee in Frage gekommen sind. Wo sind die Messprotokolle, aus denen das klar hervor geht, dass die Wildgänse das Aasee Wasser schädigen?

Hochwasser 04.07.2016 Schleuse am Bocholter Aasee Hochwasser 07.2016 am Bocholter Aasee

Wenn Sie sich die hier veröffentlichten Fotos anschauen, dann wird sicherlich auch dem Laien verständlich werden, dass nicht ein paar Wildgänse den Aasee verschmutzen, sondern dass zigtausende von Litern braune Brühe mit Schweb- und Schadstoffenn wo immer sie auch herkommen mögen, die tagelang in den Bocholter Aasee geleitet wurden, der Hauptgrund für diese Gewässerverschmutzung sind.

Wenn ständig das Wasser kontrolliert wurde, wo sind denn die Messergebnisse von den Tagen, an denen die Hochwassermassen in den Aasee geleitet wurden? Jetzt, einige Wochen später, die Gewässergüte zu messen, erscheint uns doch sehr fragwürdig.

Rudolf Souilljee für den NABU Borken e.V.

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