Unsere Pflegeeinsätze in dieser Saison waren bisher von herrlichem Wetter begleitet. Mit Gruppen aktiver NABU-Mitglieder geht es fast jeden Samstag in eines der Naturschutzgebiete im Kreis Borken, um notwendige Pflegearbeiten durchzuführen.

In diesem Artikel möchte ich Ihnen zwei dieser Einsätze vorstellen, ohne die unsere Landschaft so nicht zu erhalten wäre.

Schon am 03. Dezember 2016 sind die Bilder im Naturschutzgebiet Schattet Gatt bei Vreden entstanden. Hier haben wir vor allem Kiefern und Birken aus der Fläche genommen, damit sich typische Moor- und Heidepflanzen dort halten können.

Vom 28. Januar 2017 stammen die Fotos aus der Fürstenkuhle bei Gescher. Diese Fläche ist das einzige Verbreitungsgebiet der Kreuzkröte im Kreis Borken, auch Moorfrösche kommen dort vor. Damit kommt dieser Fläche eine besondere Bedeutung zu.

Das klare, kalte Winterwetter hat uns bei den Arbeiten unterstützt, denn nur so konnten wir alle Bereiche im Moor erreichen und vor allem Birken direkt am Ufer zurückschneiden. Diese beschatten das Gewässer, so daß vor allem im Frühjahr die Wassertemperatur nicht schnell genug ansteigt, was die Entwicklung der Amphibien verzögert, die hier besonderen Schutz genießen.

Oft werden wir gefragt, warum wir der Natur in den Schutzgebieten nicht einfach ihren Lauf lassen. Das würden wir auch sehr gern tun. Leider werden von außen sehr viele Nährstoffe ins Gebiet eingetragen, die in Moorflächen eigentlich nicht vorkommen dürften. Deswegen können sich dort Pflanzen ausbreiten, die unter natürlichen Bedingungen im Moor gar nicht vorkämen. Um selteneren Pflanzen das Überleben zu sichern, müssen häufigere, schnell wachsende Arten wie Weiden, Kiefern, Birken und Faulbäume regelmäßig zurückgeschnitten werden.

Wenn Sie uns bei diesen Einsätzen unterstützen möchten, freuen wir uns sehr. Wir treffen uns an fast jedem Samstag zwischen Anfang Oktober und Ende Februar an der Geschäftsstelle an der Königsmühle in Bocholt, um von dort aus gemeinsam in die Gebiete zu fahren. Arbeitsgeräte sind vorhanden, aber wasserfestes Schuhwerk ist ratsam.

Bilder: Norbert Osterholt
Text: Sascha Heßeling

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