Sollte es doch nun endlich etwas Gemeinsames geben?

Das wäre doch prima.

Infolge eines NABU Infoabends in Rhede über das mittlerweile stark bedrohte Rebhuhn und seinen Schutz erklärten sich spontan einige Bauern und Landwirte bereit gemeinsam etwas gegen die fortschreitenden Probleme, die aus einer unbegrenzten Naturzerstörung resultieren, zu unternehmen.

Das im Winterswijker Raum und darüber hinaus bereits seit einigen Jahren funktionierende gemeinsame Projekt zur Rettung der Rebhühner könnte auch bald als Modell hier im Kreis Borken umgesetzt werden.

Es geht hier Bauern, Jägern und ehrenamtlichen Naturschützern darum gemeinsam etwas umzusetzen, von dem alle Beteiligten und die Natur profitieren. Die Neuanlage von Wildblumenstreifen von ca. 6m Breite an Wald- oder Gewässerrändern bestehend aus einheimischen Pflanzen, die zu unterschiedlichen Zeitpunkten und in unterschiedlichen Abständen gemäht bzw. gepflegt werden, sind die Basis der Aktion. Das würde nicht nur dem Rebhuhn helfen, sondern auch vielen Insekten.

Bauern und Landwirte stellen diesbezüglich Flächen zur Verfügung, die Naturschützer helfen in Absprache mit den Beteiligten bei der Beschaffung und der Einsaat der Wildblumensamen. Die Jäger sorgen in Absprache für ein passendes Prädatorenmanagement und damit für ein faires Gleichgewicht zwischen Beutetieren und deren natürlichen Feinden.

Gemeinsam werden Daten erfasst und gesammelt. Gemeinsam bemüht man sich, um immer weitere Flächen und Mitwirkende für diese Aktion zu finden und gemeinsam werden die finanziellen Dinge dieser guten Sache abgestimmt und erarbeitet.

Auch die gute Aktion des Landwirtschaftlichen Stadtverbandes Bocholt und der Stadtsparkasse Bocholt, bei der man gemeinsam einen Vortrag zum Thema „Artenvielfalt an Wegrändern – Schmetterlingsparadies statt grüne Wüste“ veranstaltete, zeigt doch ganz deutlich, dass man erkannt hat, dass es einiger Veränderungen bedarf, wenn man Mensch und Natur weiter voran bringen möchte,
und dass man gewillt ist, hier auch etwas Sinnvolles zu tun, danke dafür.

Der NABU Kreisverband Borken würde mit der Umsetzung dieser guten Sache lieber heute als morgen beginnen. Hoffen wir, dass man zeitnah mit der Umsetzung zum Wohle aller beginnen kann.

Wir sind bereit.

R. Souilljee für NABU Borken e.V.

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