Veranstaltung in Neubeckum auf einem der neuen und jungen ,,Leitbetriebe für Biodiversität“ in der Kulturlandschaft.

Als Mitglied im LFA (Landesfachausschuss Landwirtschaft) im NABU NRW besuchten wir am 29. Juli 2017 eines dieser recht jungen Einrichtungen auf einer alten landwirtschaftlichen Hofstelle in Neubeckum (Kreis Warendorf).

Auf diesen in jedem Landkreis neu eingerichteten besonderen Leitbetrieben im Sinne der Biodiversität, können sich alle Landwirte/Menschen die im Agrarbereich tätig sind zeigen lassen, wie man und was, und am besten und wirkungsvollsten tun kann, um dem endlosen Artensterben Einhalt zu gebieten.

Es geht um die optimale Anlegung verschiedener Blühstreifen an Gewässern, Hecken, Uferrändern, Straßen und in der Fläche. Welche regionalen Saatgutmischungen eigenen sich besonders für die verschiedenen Bodenarten/Bodenverhältnisse die in den Münsterlandkreisen sehr unterschiedlich vorzufinden sind.

Für die Landwirte im Kreis Borken ist der Hof von Herrn Schulze-Beiring in Weseke als ,,Leitbetrieb Biodiversität“ bestellt worden. Es handelt sich um eine Hofstelle mit Schweinehaltung, Ackerbaubetrieb und Biogasanlage.
Mit der ,,mittlerweile“ endlich fachmännisch qualifizierten Beratung der LWK für den Kreis Borken (Habe persönlich an einer dieser Veranstaltungen in Heek-Ahle teilgenommen) und den neuen Leitbetrieben kann sich kein Landwirt mehr rausreden, dass er nicht wüste wie man hier fachlich korrekt vorgeht. Der Besuch bzw. die Teilnahme an einer solchen Veranstaltung auf einem oder mehreren dieser Leitbetriebe sollte Pflicht sein für alle Auszubildenden in den Agrarberufen.

Der NABU war überwiegend der Ansicht, dass der Grasanteil in den Saatmischungen die zum Teil vorgegeben sind, viel zu hoch ist. Hier besteht noch erheblicher Optimierung und Diskussionsbedarf zwischen den einzelnen Institutionen.

 

Text und Foto © Herbert Moritz, (Sprecher NABU-Gruppe Heek)

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