Wasser ist für Kinder ein fantastisches Element, egal, wenn es auch mal von oben kommt. Da wurden wir heute aber mal wieder verschont und so hat die Kindergruppe “ Die wilden Federn“ erneut aufzeigen können, dass auch Kindergruppen Belege zur Artenvielfalt zusteuern können. Für mich persönlich war es früher völlig normal Bachschmerlen oder Stichlinge keschern zu können. Aber das liegt nunmehr 40 Jahre zurück.

Umso spannender ist es heute mit den Kids wieder an die Gewässer zu gehen, um zu sehen, wie es nun dort aussieht. Naja, es hat sich so einiges nicht zum Positiven bewegt, aber es gibt noch Gewässer in denen wir auch heute noch leider selten gewordene Arten wiederfinden. So konnten wir heute eine Anzahl vom dreistachligen Stichling nachweisen und abermals die Bachschmerle mit wohl einer stabilen Population. Nun kommt bei mir beim Schreiben des Textes spontan der Gedanke, wie es wohl um den neunstachligen Stichling steht.

Vielleicht werden die Kinder auch diese Frage mit dem Kescher beantworten können. Denn die heutigen entdeckten Arten Bachschmerle und dreistachliger Stichling stehen beide bereits auf der Roten Liste geführt unter der Kategorie 3 (BRD 1984) als gefährdete Art. Auf dem Rückweg zur NABU-Geschäftsstelle war dann echter Teamgeist gefragt.
Raupen und Schnecken wurden über Schotterwege geholfen und auch die Versorgung im Bollerwagen oder im Rucksack waren gemeinschaftlich leichter zu transportieren. Wie immer wurde viel gelacht und gesungen, und wenn das die Zukunft des ehrenamtlichen Naturschutzes ist, würde ich mal sagen: Da geht noch richtig was!

Text © Stefan Leiding, (Kreisgeschäftsführer, Öffentlichkeitsarbeit, NAJU-Kindergruppen Bocholt und Artenvielfalt)

Fotos © Gebriele Lüer

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