Es ist ja schon mal gut, wenn selbst die Landwirtschaftsministerin erkennt, dass die schon lange überfällige Düngeverordnung nicht von ungefähr kommt. Des Weiteren bemerkt Sie, dass Wasser ein Langzeitgedächtnis hat, aber nicht nur das Wasser, auch Natur- und Tierschützer, sowie viele Verbraucher haben so ein Langzeitgedächtnis. (Hier geht`s zum Zeitungsartikel des BBV)
Glauben die Bauern wirklich das, sind die Wogen des Eierskandals, sowie die Bilder von verletzten Schweinen in separaten Stallecken aus den Köpfen vieler Verbraucher einfach verschwinden? Da werden die Menschen, die durch aufgebrochene Hintertüren zeigen was man auf den schönen Bildern der Landwirte, zum Beispiel bei der Aktion „Fenster zum Hof“ nicht sehen soll, wieder als die Bösen dargestellt, nur damit an dem vorhandenem System der Tierhaltung festhalten kann.

Warum nur?

Es wird kein Gedanke daran verschwendet die Wünsche von Millionen von Verbrauchern zu erfüllen, sondern da wird an erster Stelle nur ein bestimmtes Wählerklientel bedient, in dem man vollmundig verspricht das Jagdgesetz wieder zu ändern. Und um dem Ganzen noch die Krone aufzusetzen hört man von Herrn Röring, dem westfälischem Bauernpräsidenten, dass es für Natur zerstörende Maßnahmen, wenn es Leitungen, die nachhaltige Energie transportieren, kein Ausgleich geben soll. Führende Politiker im Kreis Borken sind schon seit Jahren dafür unnötigen Landverbrauch zu vermeiden, leider immer nur bei Flächen, die als Ausgleich für Naturzerstörung gesetzlich vorgeschrieben sind.

Bei der Erweiterung von Industrieparks, oder unnötigem Straßenbau, Siedlungs- oder Hoferweiterung, da hört man nichts mehr von Landerhalt und Flächenschutz, da muss nur die Ausgleichszahlung stimmen, dann ist das schon in Ordnung. Dann kommt auch immer der Spruch: Es wird nur über die Landwirtschaft gesprochen, aber nicht mit ihr.
Aber anders herum wird ein Schuh draus, wenn die Bauern und Ihre Verbände offen und ehrlich mit den Natur,- und Tierschützern und mit den Verbraucherverbänden sprechen würden, anstatt immer nur in Ihren eigenen Reihen zu beklagen, dass alle nur etwas von Ihnen wollen, nur dann wird sich etwas zum Wohle aller verändern und nicht nur zum Wohle der Landwirte und Bauern. Wir lassen uns mal überraschen, wie Frau Schulze Föcking die Schulbücher verändern möchte, ob Bilder aus ihrem oder Herrn Rörings Schweinestall wohl dazugehören?

Im Namen des NABU Kreisverband Borken e. V.

Rudolf Souilljee, (Kreisvorsitzender)

Artikelbild: Screenshot E-Paper von bbv-net.de/Regionales vom 10.11.2017

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