Im Naturschutzgebiet Hohenhorster Berge, im Osten Bocholts, gehen viele Menschen – trotz entsprechender Verbotsschilder – Aktivitäten nach, die der Natur in einem eigens dafür errichteten Schutzgebiet keineswegs förderlich sind.

Mountaibiker fahren querfeldein, Autofahrer parken ihre Fahrzeuge an den Barrieren vorbei am Waldesrand und viele Hundebesitzer lassen ihre Hunde frei laufen. Dass zudem viel Müll herumliegt, der eine Gefahr für kleinere Tiere darstellt und sich nur über eine sehr lange Zeit abbaut, sei hier nur am Rande erwähnt.

Nun hat ein kreativer Zeitgenosse das Naturschutzgebiet als „Atelier“ für sich entdeckt. Bereits im vergangenen Jahr umspannte er meterweise Klarsichtfolie um mehrere Bäume, um darauf Grafitis zu sprühen. Am Ende brach eine der Birken ab. In diesem Jahr wiederholte der Sprayer sein „Kunstwerk“.

Wir vom NABU fragen uns, ob das in einem Naturschutzgebiet sein muss? Ist dort nicht bereits genug Kunststoffmüll? Können wir Menschen nicht wenigstens in den Naturschutzgebieten respektvoll mit der Natur umgehen?

 

Text und Artikelfoto © Michael Kempkes, (NABU Kreisverband Borken e. V.)

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