Das Schnittgut für die Osterfeuer sollte unbedingt erst kurz vor dem Entzünden aufgeschichtet werden. Foto: NABU/Kathy Büscher

Es ist eine uralte Tradition: das Osterfeuer. Hoch geschichtete Holzstapel werden zu einem Feuer entfacht und sorgen für gesellige Stunden rund um das christliche Fest der Auferstehung. Doch für viele Tiere kann das Feuer den Tod bedeuten, denn Vögel wie Rotkehlchen, Heckenbraunelle oder Zaunkönig brüten oft in den Holz- und Reisighaufen. Insekten, Säugetiere wie der Igel und Amphibien suchen dort Schutz. Damit all diese Arten beim Osterfeuer nicht ums Leben kommen, beherzigen Sie bitte den folgenden Ratschlag:

Legen Sie den Reisighaufen erst kurz vor dem Abbrennen an. So können Sie ganz sicher sein, dass dort noch keine Tiere Unterschlupf gefunden haben. Falls Sie den Haufen bereits vor einiger Zeit angelegt haben, schichten Sie ihn am Tag des Feuers behutsam um. So haben die Tiere eine Chance, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen.

Alternativen zum Feuer

Übrigens: Schnittholz und Reisig sind in unserer Kulturlandschaft von einem sehr hohen Wert für die heimischen Tiere, denn sie bilden einen wichtigen Lebensraum für Vögel und Kleintiere. Die extrem niedrigen Temperaturen im März haben unseren Tieren stark zugesetzt. Vögel sind verhungert, weil sie keine Insekten fanden. Insekten brauchen im Winter aber besonderen Schutz, z. B. im Laub. Wird das Laub weggeräumt, erfrieren die Insekten und den Vögeln fehlt die Nahrungsgrundlage.

Sie sollten daher überlegen, ob Sie Ihr Schnittgut wirklich verbrennen wollen. Mit dem Schnitt- und Grüngut können Sie Ihrem Garten Struktur verleihen und Sie geben damit vielen Tieren ihren Lebensraum zurück. Im späteren Frühjahr können Sie dann ganz gemütlich von ihrem Liegestuhl aus den Jungvögeln im Garten beim Flüggewerden zuschauen. Eine tolle Aussicht, oder?

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