Kiebitze sind stark bedroht. Freilaufende Hunde sind eine Gefahr für den Bruterfolg. Foto: Michael Kempkes

Der NABU-Kreisverband Borken weist darauf hin, dass gegenwärtig zahlreiche Vogelarten intensiv ihrem Brutgeschäft nachgehen. Dazu zählen auch Bodenbrüter wie Kiebitze. Zwischen dem südlichen Bereich des Bocholter Blumenviertels und dem Bürgerpark Mosse ist die Alte Aa renaturiert worden. In diesen ökologisch aufgewerteten Bereichen sind derzeit einige Kiebitze anzutreffen. Sobald Menschen mit Hunden auftauchen, geraten sie schnell in Erregung und versuchen durch Täuschflüge die Zwei- und Vierbeiner von ihren Gelegen wegzulocken. Das machen sie auch bei Hundehaltern, die ihre Vierbeiner angeleint führen. Doch um wie viel mehr Unruhe bringen nichtangeleinte Hunde? Leider mussten wir auch in den vergangenen Tagen wieder feststellen, dass Hundehalter – trotz der aufgestellten Schilder, die auf die Leinenpflicht hinweisen und zugleich um ein vorsichtiges Verhalten im Sinne der Vögel bitten – ihre Hunde dort frei laufen lassen und diese sogar mit weggeworfenen Bällen in die besonders sensiblen Gebiete jagen. Zu viele Störungen können zur Aufgabe des Geleges führen. Das ist für derartig im Abnehmen begriffene Arten wie den Kiebitz fatal! 

Wir appellieren deshalb an alle Hundebesitzer, an diesen ökologisch wichtigen Stellen ihre Hunde anzuleinen.

Michael Kempkes

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