Blaualgen sind ökologisch betrachtet Bakterien und zwar Cyanobakterien. Foto: By The original uploader was Gibon at Czech Wikipedia [Copyrighted free use], via Wikimedia Commons

Das BBV (Bocholter-Borkener Volksblatt) berichtet im Lokalteil Bocholt über die Nährstoffeinträge im Bocholter Aasee. Nach subjektivem Empfinden scheint es in den vergangenen Jahren eine deutliche Zunahme gegeben zu haben bzw. immer noch zu geben. Bezüglich der auch als Blaualgen bezeichneten Cyanobakterien scheint die Stadt eine wirksame Gegenmaßnahme gefunden zu haben. Dennoch ist die Problemlage offensichtlich vielfältiger, denn es gedeihen bei höheren Nährstoffeinträgen nicht nur die gesundheitsgefährdenen Cyanobakterien, sondern auch verschiedene „echte“ Algenarten, die höheren Wasserpflanzen Licht und Nährstoffe streitig machen können. Algenblüten können ganze Gewässer zum Umkippen bringen! Von daher sollte unseres Erachtens nicht nur eine Bekämpfung der bereits genannten Blaualgen erfolgen, sondern eine nachhaltige Bekämpfung der Ursachen angegangen werden. Dazu gehört am Anfang eine umfassende Problemanalyse. Weshalb ist seit Jahren ein Anstieg der Nährstoffeinträge zu beobachten? Was sind die Ursachen dafür? Wie lassen sich die Ursachen abstellen? Mit dieser Vorgehensweise würde das Problem nachhaltig und umfassend angegangen, sodass damit nicht nur die Symptome, sondern eben die Ursachen bekämpft und schließlich (hoffentlich!) beseitigt werden. Davon profitieren die Tiere und Pflanzen im Aasee und auch die Badegäste dürfen sich über eine bessere Wasserqualität freuen.

 

Verfasser: Michael Kempkes, Stellv. Kreisvorsitzender

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