Wann übernimmt der Verbraucher endlich mal Eigenverantwortung? Seit Jahren passiert es immer mal wieder, dass illegal in Ställe eingebrochen und gefilmt wird. Seit Jahren versuchen die Fleischlobbyisten, diese Zustände als Einzelfälle hinzustellen. Seit Jahren sind Vertreter der Landwirtschaft und Bauern, bestrebt diese Missstände zu verändern. Vielfach sind das wohl Lippenbekenntnisse, aber man kann den Willen, diese Zustände zu ändern den Landwirten nicht absprechen. Und hier kommen die zig Tausend Verbraucher ins Spiel.

Es sind leider noch zu viele, die diese teilweise schlimmen Bilder und Zustände bemängeln, sie selber hätten aber jeden Tag die Möglichkeit dazu beizutragen, dass sich das ändert. Wer nur die Zustände bejammert, aber trotz des Wissens, selber dazu beigetragen zu haben, sein Konsumverhalten nicht hinterfragt und entsprechend ändert, der ist nicht weniger an diesen Missstände beteiligt, als einige Fleischproduzenten. Wenn der Verbraucher nicht gewillt ist, mehr Wertschätzung für unsere Lebensmittel und deren Herstellung durch entsprechendes Verhalten zu beweisen, dann werden in 20 Jahren immer noch solche Zustände herrschen.

Nur der Verzehr von weniger Fleisch und eine entsprechende Honorierung damit der Landwirt*innen dieses Fleisch unter guten Lebensbedingungen für Mensch und Tier herstellen kann, wird auf Dauer diese Bilder verschwinden lassen. Wenn wir aber weiterhin nur die Zustände bejammern, und nicht gewillt sind selbst dazu beizutragen das sich hier wirklich etwas ändern kann, dann wird es immer wieder zu diesen Missständen kommen, wollen wir das?
Es gibt immer einen Grund es nicht zu tun, aber tausend gute Gründe es doch zu tun, jetzt. Wir sind, was wir tun.

 

Rudolf Souilljee (Kreisvorsitzender NABU-Kreisverband Borken e. V.)

Mehr Infos zu Christina Schulze Föcking (MdL) unter:

Artikelbild Screenshot Webseite Schulze Föcking

Artikel teilen

About Author

Static Author Display Name