Die Bocholter Aa enthält aus den angrenzenden Feldern viel zu viele Nährstoffe. Foto: Michael Kempkes

Ende Mai, Anfang Juni hat der NABU-Kreisverband auf seiner Homepage bereits mit Fotos und einem erklärenden Text darauf hingewiesen, dass die Bocholter Aa derzeit in einem schlechten ökologischen Zustand ist.

Vor allem die Eutrophierung des Flusses mit Düngern ist neben dem heißen und trockenen Wetter genannt worden. Vor rund zwei Wochen haben Mitarbeiter des Kreises Borken vor dem Stauwehr an der Brüggenhütte große Teile der sich dort ansammelnden Algenteppiche manuell entfernt. Doch in den vergangenen Tagen zeichnete sich ab, dass diese Maßnahme nur kurzfristig Erfolg hat: vor dem Stauwehr schwimmt bereits wieder ein riesiger Algenteppich, der das Leben unter ihm erstickt, weil kein Tageslicht mehr durchdringt. Es ist aus Sicht des NABU-Kreisverbandes Borken nicht damit getan, im Sommer alle paar Wochen die riesigen Algenteppich abzufischen, sondern die Behörden müssen endlich dafür Sorge tragen, dass Gesetze befolgt und Vergehen gegen geltendes Recht bestraft werden. Die Einleitung von Düngern und Pestizide über zufließende Gewässer muss endlich konsequent unterbunden werden und die Verursacher gehören drastisch bestraft.

Michael Kempkes für den NABU-Kreisverband Borken e. V.

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