Foto: NABU/Torsten Porstmann

Der ESB-Betriebsleiter Gisbert Jacobs hat in einem Zeitungsartikel (BBV 23.7.) darauf hingewiesen, dass in Bocholt im öffentlichen Raum zunehmend mehr Müll anfällt. Diese besorgniserregende Entwicklung beobachtet der NABU auch schon seit längerem. Dabei wird leider nicht nur der Müll in den aufgestellten Mülltonnen entsorgt, sondern an vielen Stellen acht- und gedankenlos in die Landschaft geworfen. Die Überlegung des ESB, von den 40 Liter fassenden Müllgefäßen auf 70 Liter umzustellen ist demnach einerseits nachvollziehbar. Andererseits sollte und muss es gerade in der heutigen Zeit doch ein vorrangiges Ziel sein, Müll zu vermeiden. Wir forden den ESB, die Verwaltung und den Rat der Stadt Bocholt auf, gemeinsam mit dem Einzelhandel nach Wegen der Müllvermeidung zu suchen, anstatt mit dem Aufstellen größerer Mülleimer ein unseres Erachtens falsches Signal zu setzen. In jedem Bach und Fluss sowie in allen Weltmeeren schwimmen mittlerweile riesige Mengen Kunststoff. Weshalb setzen wir noch immer auf Einweg? Bocholt als Klimakommune muss sich auch diesbezüglich endlich auf den Weg begeben. Einige Einzelhändler und Bäckereien gehen mittlerweile bereits den Weg zu weniger Verpackungen und mehr Mehrweg! Das ist sehr löblich! Dennoch zeigen die Müllsammlungen der NAJU und des NABU, dass noch immer viel zu viele gedankenlose Bürger ihre Abfälle in die Landschaft werfen. Von daher appellieren wir an alle Bocholterinnen und Bocholter: vermeidet Müll und wählt Mehrweg! Dann brauchen wir auch keine größeren Mülltonnen.

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