Die Arbeit im alten Bunker war eine richtige Schlammschlacht. Foto: Markus Terschluse

Am Samstag, 27.10.2018, trafen sich um 9 Uhr bei kalten 6 Grad neun Mitglieder der NABU-Ortsgruppe Borken.  Das Ziel der dritten Arbeitsaktion an dem alten Bunker aus Kriegszeiten war es, ihn leerzuräumen bzw. auszupumpen, denn der 13 m lange Bunker stand gut knöchelhoch unter Wasser. Langfristig sollen Fledermäuse hier ein Winterquartier oder Wochenstube finden.

Bei der ersten Begehung hatten einige Mitglieder der Gruppe bereits festgestellt, dass der Bunker nicht nur unter Wasser stand, sondern auch gefüllt war mit allerlei vermoderten Holzresten wie alten Fensterrahmen, Türen und Brettern, leeren Flaschen, Getränkedosen, Draht, Plastikmüll und nicht zuletzt mit jeder Menge Schlamm.

Eigens für diesen Unrat wurde von der Stadt Borken ein Container mit einem Fassungsvermögen von 10 m³ zur Verfügung gestellt. Ein Notstromaggregat versorgte den dunklen Bunker mit Licht.

Bewaffnet mit Schippen, Besen, Eimern und einer Schmutzwasserpumpe machten wir uns an die Arbeit und beförderten mithilfe einer Eimerkette alles in den Container.

Schlammbeschmiert, durchnässt und ausgekühlt

Alle Helfer schufteten nach Kräften, um den Vormittag optimal zu nutzen. Zuletzt wurde mit den blanken Händen die Schmutzwasserpumpe vom dickflüssigen Schlamm freigehalten, damit diese ihren Dienst nicht versagte.

Nach 3 Stunden schlossen wir zufrieden, aber auch schlammbeschmiert, durchnässt und ausgekühlt die Tür zu unserem Fledermausbunker mit dem guten Gefühl, in absehbarer Zeit tierische Gäste nachweisen zu können.

Die nächste Aktion in dem Bunker wird sein, Quartiere und Verstecke für Fledermäuse zu schaffen.

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