Leserbrief zu Pflanzen auf Garagen werden Pflicht vom 15.12.2018

Hochwasserproblematik und Klimawandel war in diesem Jahr in aller Munde. Der Menschheit wird langsam bewusst, dass es letztlich ums nackte Überleben unseres Planeten geht. Auf der Weltklimakonferenz streitet die Weltgemeinschaft darum, was jeder einzelne Staat tun muss und es bewegt sich wenig. Es geht um Interessen, die jeder Staat unterschiedlich einbringt.

Hier in Rhede ist diese globaleVerantwortung weit weg. In den neuen Wohnquartieren werden die Häuser immer größer und die Versiegelung durch Pflasterungen und Kiesbeete nimmt zu. Starkregen werden daher zu einem Problem für die Regenwasserrohre. Verantwortung für Versiegelung, die jeder einzelne Bauherr durch Bauten und Zufahren, ja auch durch diese nackten Kiesbiete auf sich nimmt wird jedoch nicht eingefordert, sondern einfach vergesellschaftet. Die daraus resultierende Hochwasserproblematik kann man durch mehr Regenrückhaltebecken und größere Regenwasserrohre lösen.

Für CDU und FDP ist es den Bauherren nicht zuzumuten, dass ein halber Vorgarten versiegelungsfrei bleibt. Autos müssen doch untergebracht werden. In nahezu jeder Sitzung des Ausschusses für Bauen, Planen und Umwelt wird um ausreichend Parkplätze gekämpft. Diese müssen auch bitte groß genug sein, damit die SUV auch angemessen dort parken können. Wir müssen uns eben einstellen auf größere Autos….in Zukunft. Zukunftspolitik, die jeden Einzelne auch an seine persönliche Verantwortung für unseren Planeten erinnert sollte, sieht für mich anders aus und lässt mich fassungslos zurück.

Martin Frenk, Rhede, Tel.: 01638043331

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